Jung kauft Alt

Förderprogramm „Jung kauft Alt - Junge Menschen kaufen alte Häuser“

Beschluss des Rates der Gemeinde Edemissen am 24.03.2014

Um die Schaffung von Wohneigentum in gewachsener Umgebung zu erleichtern, fördert die Gemeinde Edemissen nach eigenem Ermessen den Erwerb von Altbauten nach folgenden Bestimmungen:

 

1 Allgemeines:

1.1 Ein Altbau im Sinne dieser Förderrichtlinien ist ein Gebäude auf dem Gebiet der Gemeinde Edemissen mit einem Baujahr vor 1970 (maßgeblich ist die Bezugsfertigstellung).

1.2 Anspruchsberechtigt sind ausschließlich natürliche Personen für selbst genutzte Gebäude. Bei ehelichen oder nichtehelichen Lebensgemeinschaften sind beide Partner anspruchsberechtigt, jeweils aber nur für die Hälfte des Förderbetrages. Die Förderungsrichtlinien müssen bei Antragstellung anerkannt werden.

1.3 Ein Rechtsanspruch kann aus diesen Richtlinien nicht hergeleitet werden. Zuschüsse können nur gewährt werden, soweit Haushaltsmittel hierfür zur Verfügung stehen. Weiterhin können Zuschüsse nur vor dem Erwerb einer Immobilie gewährt werden. Maßgeblich hierfür ist das Datum der Kaufvertragsbeurkundung.

1.4 Der Zuschussempfänger ist verpflichtet, Fördermittel ganz oder teilweise zurückzuzahlen, wenn der Antrag vorsätzlich oder grob fahrlässig falsche Angaben enthält oder die Richtlinien nicht beachtet worden sind.

1.5 Über Anträge entscheidet im Rahmen dieser Richtlinien der Bürgermeister. Anträge werden stets in der Reihenfolge des Eingangs bei der Gemeinde Edemissen berücksichtigt.

2 Laufende jährliche Förderung von Altbauten

2.1 Die Gemeinde Edemissen gewährt für den Erwerb eines Altbaus über eine Laufzeit von 5 Jahren ab dem Tag des Einzugs in den geförderten Altbau auf Antrag folgende Zuschüsse:


600,00 € Grundbetrag jährlich,

300,00 € Erhöhungsbetrag jährlich für jedes Kind bis zum 18. Lebensjahr, das im Förderzeitraum zum inländischen Haushalt des oder der Anspruchsberechtigten gehört. Sind mehrere Personen anspruchsberechtigt und haben sie zugleich für ein Kind Anspruch auf den Erhöhungsbetrag, ist bei jedem der Erhöhungsbetrag zur Hälfte anzusetzen. Jeder Anspruchsberechtigte kann den Erhöhungsbetrag nur für ein Gebäude in Anspruch nehmen.

2.2 Kommen während der Laufzeit der Förderung Kinder im Sinne der Ziffer 2.1 hinzu, erhöht sich ab dem Geburtsjahr entsprechend der Kinderbetrag.

2.3 Der Höchstbetrag für die laufende Förderung beträgt 1.500,00 € jährlich.

2.4  Voraussetzung für den Förderantrag ist eine schriftliche Erklärung des Altbaueigentümers, dass dieser bereit ist, das Förderobjekt an den Anspruchsberechtigten zu verkaufen.

2.5 Die Auszahlung erfolgt jeweils am 01.07. eines Kalenderjahres unter der Voraussetzung, dass die Eigentumsumschreibung im Grundbuch auf den Fördergeldempfänger erfolgt ist. Die Auszahlung von Fördermitteln erfolgt in voller Höhe, wenn der Fördergeldempfänger zum Stichtag (01.07.) ein Jahr die Voraussetzungen für den Förderantrag erfüllt hat. Liegt zum Stichtag ein kürzerer Zeitraum vor, so erhält der Fördergeldempfänger nur die auf den Zeitraum anteilig entfallenden Fördergelder.

2.6 Die Meldebescheinigung über den Hauptwohnsitz im Förderobjekt ist innerhalb von zwei Jahren nach Antragstellung vorzulegen. Wird diese nicht oder nach dieser Frist vorgelegt, sind die gewährten Fördermittel zurückzuzahlen.

2.7 Der Förderanspruch erlischt mit Ablauf des Tages, an dem die Eigennutzung

des geförderten Altbaus aufgegeben wird.

3 Inkrafttreten

3.1 Diese Richtlinien treten mit Wirkung vom 25.03.2014 in Kraft.

Ansprechpartner im Rathaus ist Herr Oliver Völkening, Tel. 05176/188 25, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Den Antrag können Sie hier kostenlos herunterladen.  Hinweis: Die Gemeinde Edemissen verfügt nicht über eigene Immobilien, die zum Kauf angeboten werden.

Logo für die Gemeinde Edemissen

Auf der Suche nach dem Sinnbild, einer Identität stiftenden Bildmarke, für eine Gemeinde kann man mehrere Wege beschreiten. Einer davon ist, das Bestehende zu analysieren. Dabei findet man Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten.

Seit jeher sind in der Gemeinde Edemissen die Wappen die heraldischen Symbole der vierzehn Ortschaften zwischen Fuhse und Erse. Sie stehen noch für eine hoheitliche Verwaltung, die in der Gografschaft Edemissen des Amtes Meinersen ihre Wurzeln hat. Auf diesen Wappen entdeckt man allerlei Dinge. Eine Rose im Wappen von Abbensen, ein Zahnrad, Zeichen für die Industrialisierung in Oedesse, eine Münze in Erinnerung an den Brakteatenfund von Mödesse, eine Doppelspirale aus Wehnsen und ein Spargelbund aus Wipshausen. Eddesse symbolisiert der sagenhafte Findling, Alvesse liefert seinen Feuerhaken. Voigtholz-Ahlemissen zeigt ein Wagenrad. Gleich mehrfach tauchen Blätter und Früchte auf, von niedersächsischen Eichen für Eickenrode und Plockhorst, vom Edemisser Lindenbaum und die Blüte der Blumenhagener Sonnenblume. Oelerse und Rietze zeigen goldene Ähren. Beachtlich diese bunte Vielfalt!

Rechnerisch betrachtet sieht man auf den vierzehn Wappenschildern acht Löwen, einige stehend, einige schreitend, alle blau auf gelbem Grund, bis auf einen, bei dem ist es umgekehrt. In jedem Fall überwiegen die Farben des früheren Herzogtums Blau und Gelb und geben vielleicht einen ersten Hinweis darauf, was Edemissen ausmacht: Blauer Himmel und weite, goldgelbe Felder. Mischt man diese Farben, entsteht Grün, die Farbe der Natur und der Landschaft.

Ein zweiter Weg sich der Identität einer Gemeinde zu nähern, ist, die Menschen, die darin leben, zu befragen. „Was verbinden Sie mit Edemissen? Was ist typisch?“ Auch hier erhält man unterschiedliche Antworten, nicht selten ohne den Niedersachsen kennzeichnenden Humor. Das Rathaus? Typisch für Edemissen? Wohl kaum. Bodenständig sind die Edemisser. Vieles dreht und bewegt sich mit und um die Landwirtschaft. Verbunden mit der Natur. Hand in Hand arbeitende, kleine und mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer. Großindustrie oder touristische Sensationen? Fehlanzeige. Und trotzdem gibt es einiges zu entdecken: Interessante Baukultur, zwei stattliche Rittergüter, Fachwerkhäuser unter alten Bäumen, Bergbaugeschichte, den Malerhof, Kirchen und Kapellen, die Liste könnte lang werden. Moderne Einrichtungen für junge Familien mit Kindern, soziales Engagement für Menschen mit geistigem oder körperlichem Handicap.

„Irgendetwas ist immer los!“, ein vielfältiger Veranstaltungskalender von 180 Vereinen prägt alle vierzehn Ortschaften: Sportliche Wettkämpfe und kulturelle Angebote, in hoch- und plattdeutscher Sprache, Partnerschaftsbesuche und vieles mehr. Zum größten Teil ehrenamtlich organisiert, aber stets mit großem Idealismus.

Dritter Ansatz. Eine Rundfahrt durch die Dörfer! Schauen, was ist. Betrachten, mit vorurteilsfreiem Blick. Zurücktreten, mit Abstand den Kontext wahrnehmen. E wie erleben, E wie entschleunigen, was einfaches Innehalten bedeutet, E wie entdecken, das Großartige im Kleinen, E, eben wie Edemissen. Und wenn es nach den Edemissern ginge, würde Gastfreundschaft auch mit E beginnen, Ehrensache!

Eine bunte Wiese als Vielfalt und gleichzeitig Einheit für unser Gemeinwesen, es wuchs in vierzig Jahren zusammen, was zusammen gehört: Aus vormals vierzehn selbständigen Gemeinden wurde etwas neues Ganzes, die Gemeinde Edemissen. Aus der Wiese wachsen Dinge heraus, die den einzelnen Dörfern entspringen. In dieser Landschaft weiß man, wo man seine Wurzeln hat, seine Kraft hernimmt und trotzdem ist man im Gesamtgefüge etwas Einzigartiges.

Dreht man nun die Wiese um 90 Grad, erhält man eine Bildmarke, in der man nicht nur die vierzehn Ortschaften der Gemeinde, sondern auch das E wiederfindet.

So wird unsere Wiese nun die Gemeinde Edemissen in eine hoffentlich gedeihliche Zukunft begleiten. Möge sie Identität stiften und für das stehen, was die Gemeinde Edemissen ausmacht: Niedersächsische Menschen mit dem Herz am rechten Fleck, die in und mit der Landschaft arbeiten und leben.

Neues Logo

Led


 

 

 

Förderung zum Austausch der Leuchtsysteme durch LED-Technik

Titel des Projektes: KSI - Sanierung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Edemissen, Austausch vorh. Leuchtensysteme durch LED-technik

1. Bauabschnitt

Förderkennzeichen:03KS3378

Projektlaufzeit: 01.08.2012 bis 31.07.2013

 

Das Bundesministerium für Umweltschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unterstützt, vertreten durch den Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich, 10923 Berlin, Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung, insbesondere die Sanierung der Straßenbeleuchtung. Die Gemeinde Edemissen hat im 1. Bauabschnitt ihre Straßenbeleuchtung in dieser Hinsicht saniert und vorhandene Leuchtsysteme durch LED-Technik ausgetauscht. Sie erhält hierfür einen Zuschuss des Projektträgers Jülich, Berlin.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Aktivitäten, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Sie decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab, von der Konzepterstellung bis hin zu investiven Maßnahmen. Von den Programmen und Projekten der Nationalen Klimaschutzinitiative profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Kommunen, Unternehmen und
Bildungseinrichtungen.

Kurzbeschreibung der Maßnahme: Die vorhandenen Pilzleuchten und Puderdosen wurden durch deutlich effektiver Leuchten der Firma ZLED, Typ ZLED Classic ersetzt. Ein Austausch von vorhandenen Trägersystemen war nicht erforderlich. Das vorhandene Beleuchtungskataster wurde entsprechend aktualisiert.

Allgemeine Informationen zur LED-Leitmarktinitiative des Bundesministeriums lesen Sie hier.

Weitere Informationen zum Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich, lesen Sie hier.

Auftragnehmer des ersten Bauabschnittes ist die eon.-Avacon, Hastrastr. 1, 30983 Burgwedel.

Auftrag v. 08.11.2012

Auftragsumme (netto) 164.399,67 Euro.

2. Bauabschnitt

Auftragnehmer des zweiten Bauabschnittes ist BS Energy AG, Taubenstraße 7, 38106 Braunschweig.

Förderkennzeichen: 03KS5349

Projektlaufzeit: 01.07.2013 bis 30.06.2014

Auftrag vom 13.08.2013

Auftragsvolumen (netto)..: 242.497,45 €

 

Ansprechpartner in der Gemeinde Edemissen ist Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Tel. 05176/188-20.